Förderjahr 2025 / Projekt Call #20 / ProjektID: 7840 / Projekt: Digi:Heldinnen
Acht von 14 Online-Modulen sind geschafft! Der intensive Start unserer angehenden Digitalbegleiterinnen zeigt: Die Motivation, den digitalen Wandel aktiv und generationenübergreifend zu gestalten, ist riesig.
Ein dynamischer Start in die Ausbildung
Es fühlt sich an, als wäre es erst gestern gewesen, dass wir uns am 4. März 2026 zum ersten Präsenztag im Rahmen des Projekts Digi:heldinnen getroffen haben. Dieser Tag diente dem gegenseitigen Kennenlernen und der ersten Auseinandersetzung mit der Zielgruppe der älteren Menschen. Doch die Zeit in der digitalen Welt bleibt nicht stehen. Seit dem letzten Blogbeitrag haben unsere angehenden Digitalbegleiterinnen acht der insgesamt 14 Online-Lerneinheiten absolviert, die das stabile Fundament für ihre zukünftige Tätigkeit bilden.
Geragogik und der Smartphone-Check
In der ersten Online-Einheit legten wir den Fokus auf die Geragogik – die Lehre von der Bildung im Alter. Es geht uns nicht nur darum, Technik zu erklären, sondern Lernumgebungen zu schaffen, in denen sich Senior:innen sicher und verstanden fühlen. Parallel dazu machten wir einen intensiven „Smartphone-Check“, um die eigenen Basiskompetenzen zu festigen und die Lernplattform sowie organisatorische Abläufe kennenzulernen.
Alltagskompetenz und die Welt der Apps
Wir tauchten tief in die digitalen Alltagskompetenzen ein. Wir stellten uns die zentrale Frage: Warum ist digitale Teilhabe für die Fitness und Lebensqualität in Österreich heute so entscheidend? Die Teilnehmerinnen erkundeten die Welt der Apps und lernten, wie man im Internet nicht nur passiv sucht, sondern gezielt Informationen findet – eine Kernkompetenz, um die tägliche Informationsflut souverän zu bändigen.
Neue Lernformate und Kommunikation
Wir widmeten uns den verschiedenen Lernsettings und Formaten und diskutierten die Rahmenbedingungen, die ein gutes Gelingen von Bildungsangeboten garantieren, und wie Messenger-Dienste wie WhatsApp & Co. sinnvoll und sicher in der Senior:innenbildung eingesetzt werden können. Mitte April folgte eine praxisnahe Einheit zu QR-Codes und konkreten Herausforderungen im Alltag, ergänzt durch wertvolle Tipps für die Beratungssituation.
Künstliche Intelligenz und ID Austria
Ein besonderes Highlight war die Einheit zum Thema Künstliche Intelligenz (KI). Anstatt vor der neuen Technologie zurückzuschrecken, haben unsere Digi:heldinnen verschiedene KI-Tools selbst ausprobiert. Ziel war es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie diese Werkzeuge das Leben im Alter bereichern können.
In den letzten Wochen stand zudem die staatliche digitale Infrastruktur im Fokus. Wir haben uns intensiv mit der ID Austria befasst – vom groben Überblick bis hin zum konkreten Handling in der Praxis. Für viele Senior:innen ist dies eine Hürde, bei der unsere Absolventinnen künftig als sichere Ankerpunkte fungieren werden.
Der Weg zum Praxisprojekt
Parallel zu den technischen Inhalten wächst stetig das eigene Praxisprojekt jeder Teilnehmerin. Hier fließt alles Gelernte zusammen: Von der Zielgruppenansprache über die Medienkompetenz bis hin zur konkreten Terminplanung und Einladung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie aus ersten Ideen nun tragfähige Konzepte für Workshops und Beratungen in ganz Österreich entstehen.
Ein Ausblick voller Vorfreude
Die Reise der Digi:heldinnen geht weiter. Wir bleiben dran und freuen uns darauf, bald die ersten erfolgreichen Praxisumsetzungen präsentieren zu können.
Edith Simöl
In meiner Rolle als Leiterin der Servicestelle und zertifizierte Erwachsenenbildnerin liegt mein Fokus darauf, innovative Projekte zu entwickeln, ansprechende Inhalte zu gestalten und durch Vorträge, Workshops und Forschungsprojekte einen Beitrag zur digitalen Inklusion älterer Menschen zu leisten.