WhoIdentifies.me
Gemeinsam das eIDAS-Ökosystem mitgestalten (31.07.2026)
Förderjahr 2025 / Projekt Call #20 / ProjektID: 7909 / Projekt: eIDAS Monitor

Mit whoIdentifies.me verfolgen wir seit Beginn des Projekts ein einfaches Ziel: Digitale Identitäten müssen transparent und überprüfbar sein. Wer digitale Nachweise nutzt, sollte jederzeit nachvollziehen können, wer hinter einer Identitätsanfrage steht, welche Informationen angefragt werden und ob diese Anfrage vertrauenswürdig und verhältnismäßig ist.

Während wir an einem Piloten arbeiten, entwickelt sich auch das europäische eIDAS-Ökosystem mit hoher Geschwindigkeit weiter. Die Einführung der EU Digital Identity Wallet rückt näher und damit auch die Frage, wie Vertrauen in der Praxis geschaffen werden kann.

Transparenz ist keine Nebensache

Mit der EUDI Wallet entsteht eine Infrastruktur, die bald von Millionen Menschen genutzt werden soll. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Aspekte der praktischen Umsetzung noch offen sind. Unsere Bedenken haben wir bereits in einem Blogbeitrag zusammengefasst. Wie wir dort beschrieben haben, entstehen überall dort, wo rechtliche Vorgaben und technische Spezifikationen auseinanderlaufen, Unsicherheiten für Nutzer:innen und Anbieter:innen gleichermaßen. Transparenz darüber, wer eine Identitätsabfrage stellt und auf welcher Grundlage dies geschieht, ist deshalb kein „Nice-to-have“, sondern eine zentrale Voraussetzung für eine vertrauenswürdige digitale Identitätsinfrastruktur.

Gemeinsam gestalten

Bei der Entwicklung unseres Piloten legen wir besonderen Wert darauf, ihn an die realen Bedürfnisse jener anzupassen, die ihn am Ende auch nutzen sollen. Deshalb binden wir von Anfang an Organisationen ein, die sich seit Jahren für digitale Grundrechte, Datenschutz und Verbraucherrechte einsetzen, und evaluieren gemeinsam, welche Informationen Nutzer:innen tatsächlich benötigen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können: Welche Vertrauenssignale schaffen Orientierung, und wie lassen sich relevante Informationen verständlich darstellen?

Insbesondere suchen wir den Austausch mit internationalen NGOs, Konsumentenschutzorganisationen, zivilgesellschaftlichen Initiativen, Forschungseinrichtungen sowie weiteren Akteur:innen, die das europäische eIDAS-Ökosystem aktiv mitgestalten möchten. Unser Ziel ist nicht nur ein funktionierendes Werkzeug, sondern ein gemeinsames Verständnis davon, wie Transparenz und Vertrauen innerhalb der europäischen digitalen Identitätsinfrastruktur aussehen sollten.

Die Einführung der Wallet ist dabei kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein laufender Prozess: Viele technische Standards werden erst in den kommenden Jahren konkret ausgestaltet. Gerade deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, praktische Erfahrungen einzubringen, damit Transparenz und informationelle Selbstbestimmung von Anfang an Teil des Systems sind. Ein zentraler Baustein dafür ist ein nachvollziehbares Transparenzregister, mit dem sich einzelne Identitätsanfragen einfacher rekonstruieren lassen.

Interesse an einer Zusammenarbeit?

Wenn Ihre Organisation sich mit digitalen Identitäten, Datenschutz, Verbraucherrechten oder vertrauenswürdigen digitalen Infrastrukturen beschäftigt und Interesse daran hat, whoIdentifies.me im Rahmen eines Pilotprojekts kennenzulernen oder gemeinsam weiterzuentwickeln, freuen wir uns über den Austausch. Die europäische digitale Identität wird nur dann erfolgreich sein, wenn Vertrauen nicht vorausgesetzt, sondern nachvollziehbar geschaffen wird. Daran möchten wir gemeinsam mit Partner:innen aus ganz Europa arbeiten.

 

Barbara Böröcz

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Barbara Böröcz bringt als gebürtige Ungarin ein besonderes Interesse und Sensibilität für einen reflektierten Umgang mit gesellschaftspolitischen Themen mit. Bereits während ihres Studiums an der Wirtschaftsuniversität Wien wurde ihr bewusst, dass sie ihre Fähigkeiten in einem Umfeld einsetzen möchte, das sich durch eine diskursfördernde und gesellschaftspolitisch nachhaltige Ausrichtung auszeichnet. Auch im Rahmen ihres Studiums an der Universität für angewandte Kunst Wien setzte sie sich intensiv mit dem Zusammenspiel von künstlerischer und aktivistischer Praxis sowie Bottom-up-Initiativen auseinander. Bei epicenter.works kann sie ihre mehrjährige Erfahrung im Projekt-, Marketing- und Partnermanagement als Assistentin der Geschäftsführung vielseitig einbringen.
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