Open Source Guide für Österreich
Open Source. Open Minds. Open Community. (14.11.2018)
In diesem Open Source Guide wollen wir einen Überblick über die größten Open Source Projekte & Communities für Österreich geben. Der Guide befasst sich mit Projekten aus den Bereichen Open Source Software, Open Knowledge, Open Hardware & Fördereinrichtungen für Open Source. Am Ende der Seite findest du auch ein PDF dieses Guides zum Downloaden. Reinschauen, Entdecken, Connecten!

Am Anfang - ein revolutionärer Gedanke, ein neuer Zugang. Die Prinzipien: Freiheit, Transparenz, Gemeinschaft, aufeinander aufbauen. Open Source, so wie wir es heute kennen, hatte ihren Beginn in den 60er- und 70er-Jahren im Bereich Software. 50 Jahre später haben der Grundgedanke und die Werte von Open Source zahlreiche gesellschaftliche Bereiche erfasst.

Die Community macht den Unterschied 

Eric S. Raymond brachte es in seinem zukunftsweisenden Essay „The Cathedral and the Bazaar“ auf den Punkt. Nach Raymond funktioniert Open Source über den aktiven Austausch innerhalb der Community (er nannte ihn Bazaar), nicht dadurch, dass “wenige Genies zaubern” ("Wizards in the Cathredral“). Aufgrund ihrer Community sind Open Source Initiativen wie Linux, WordPress oder Apache so unglaublich stabil und innovativ zugleich. Bald nach Veröffentlichung seines Essays gründete Raymond gemeinsam mit Bruce Perens und Tim O’Reilly die Open Source Initiative (OSI).

Open Source ist nicht zu verwechseln mit dem Konzept der „Free Software“, deren „Free Software Foundation“ (FSF) 1985 von Richard Stallmann begründet wurde. Beide Konzepte überschneiden sich zwar in den zentralen Punkten, die FSF vertritt darüber hinaus aber vermehrt auch sozial-politische Perspektiven. Mit der Gründung der OSI mittlerweile 20 Jahren entbrannte eine emotionale Diskussion über die beiden Konzepte Open Source und Free Software. Zum 20-jährigen Jubiläum der OSI und auch dem Bestehen dieser wichtigen Diskussion über die technischen, sozialen und politischen Aspekte von Open Source beziehungsweise Free Software möchten wir uns den österreichischen Open Source Communities widmen, egal welches Konzept sie bevorzugen.

In dem Guide werden die folgenden Bereiche behandelt:

1. Open Source Software

2. Open Knowledge

3. Open Hardware

4. Fördereinrichtungen für Open Source

 

1. Open Source Software

Open Software zeichnet sich dadurch aus, dass der Quellcode für alle einsehbar und veränderbar sein. Diese scheinbar simplen Forderungen haben weitreichende Folgen. Um nur einige zu nennen: Lizenzgebühren sind nicht erlaubt. Die Software darf nicht an Distributionen gebunden sein. Die Distribution der Software darf nicht eingeschränkt werden. An dieser Stelle möchten wir auf die 10 Aspekte von Open Source verweisen, die von der Open Source Initiative aufgestellt wurden.

Zu den bekanntesten Open Source-Softwareprojekten weltweit gehören unter anderem Mozilla Firefox, Linux und WordPress. In Österreich gibt es rund um das Thema Web-Development besonders große und aktive Communities. Für viele der Initiativen ist meetup.com einer der wichtigsten Kontaktpunkte. Viele der persönlichen Treffen werden über die Plattform organisiert. 

Angular JS

Die Angular Vienna Meetup Gruppe zählt mittlerweile über 1.400 Mitglieder. Der Verein Angular Austria organisiert Workshops. Michael Hladky lädt alle Angular und JavaScript-Begeisterten ein: „Bei den Meetups ist für alle etwas dabei: Profis und Anfänger. Mit dem Workshop „ng Girls in Vienna“ richten wir uns auch speziell an Frauen, die in die Angular-Welt schnuppern wollen.“ Alle Interessierten können sich gerne in der Meetup-Gruppe oder zum Newsletter auf der Website anmelden.

BSDStammtisch Wien

Die BSD-Familie neben den diversen GNU/Linux-Distributionen das zweite, große Open Source Betriebssystem. Der BSD-Stammtisch findet monatlich statt und richtet sich an alle BSD-Interessierten. Bei den Treffen wechseln sich Diskussionen, Vorträge und gemeinsames Arbeiten an Problemlösungen ab. Am besten bleibt man über die Website des Stammtisches up to date. 

Drupal Austria 

Gegründet 2009 hat sich Drupal Austria der Förderung des Open Source CMS verschrieben. Der Verein veranstaltet monatliche Meetups, in denen es vor allem Best-Practice Präsentation zu Drupal gibt, aber auch externe Vorträge zu Drupal relevanten Themen. Willkommen sind bei den Veranstaltungen alle vom Anfänger bis zum Profi. Fast jedes Jahr wird außerdem ein Drupal Camp mit mehreren Hundert Teilnehmern aus bis zu 26 Nationen veranstaltet. Um mit Drupal Austria in Kontakt zu treten kann man sich einfach für den Newsletter eintragen oder auf Meetup.com informieren.

Fairkom

fairkom - Gesellschaft zur Förderung medialer Kommunikation und immaterieller Gemeingüter. Die Gesellschaft arbeitet ausschließlich mit Open Source Software und bietet zahlreiche Lösungen in den vier Bereichen Cloud & Hosting, Blockchain, Creative Commons & Social Design an. Die unterschiedlichen Kommunikations-Anwendungen reichen von Chat- und Videokonferenzlösungen über Dateiablagen bis hin zu ERPs. netidee förderte das fairkom-Projekt fairlogin.

Joomla User Group Österreich 

Das Open Source Content Management System Joomla! agiert seit 2005 erfolgreich am weltweiten Markt – und seit 2014 existiert auch eine User Group in Wien, die sich alle 2-3 Monate zum intensiven Austausch trifft. Besprochen werden Themen für alle Anwender- und Entwickler-Niveaus. Nach zwei Jahren Pause wird es im März 2019 außerdem wieder einen JoomlaDay in Österreich geben. „Unsere Community wächst stetig, das sehen wir auch an der gestiegenen Nachfrage für einen österreichischen JoomlaDay“, so Sigrid Gramlinger, eine der OrganisatorInnen des Events. Am besten gleich für den Newsletter zur User Group und den Joomla Day anmelden!

Linux User Group Austria

Die Linux Usergroup hilft sich gegenseitig bei allen Linux-Themen zum Beispiel mit Mailinglisten, Unterlagen und Workshops. Eigene Usergroups und Meetups gibt es in Wien, Salzburg, Graz, St. Pölten, KremsLinz, Peuerbach, an der FH Hagenberg, in den Voralpen, Vorarlberg und in Tirol. Für Ubuntu gibt es übrigens auch einen eigenen Stammtisch. Mehr Informationen findet man auf: www.ubuntu-austria.at

Linuxwochen Österreich

Die Linuxwochen touren seit dem Jahr 2002 immer von Mai bis Juli durch Österreich und machen Halt in den Stationen Wien, Eisenstadt, Linz, Graz und Dornbirn. Die jeweils mehrtägige Veranstaltungsreihe ist die größte zum Thema „Freie Software“ in Österreich und bietet neben einem Vortragsprogramm, auch einen Ausstellungsbereich und verschiedene Workshops zu Open Source-Lösungen und -Programmen. Der Linuxwochen Newsletter informiert über Neuheiten der Initiative.

Magento Meetup Austria

Magneto ist die weltweit größte Online-Shopsoftware. In Österreich werden regelmäßig Meetups veranstaltet. Die Stamm-Locations sind Wien und Wels. „Bei uns sind von ProgrammiererInnen über HändlerInnen bis zu Third-Party-MitarbeiterInnen alle willkommen und dürfen Talks lauschen oder halten.“ Meint dazu Matthias Zeis, einer der Veranstalter der Meetups. Außerdem gibts noch einen Newsletter, einen YouTube-Channel und vieles mehr von der Meetup-Gruppe.

Mozilla Wien Meetup 

Die Mozilla Wien Community zählt rund 170 Mitglieder und veranstaltet regelmäßige Stammtische für Open-Web-Begeisterte, um über neue Funktionen, Produkte und das offene Web zu diskutieren. 

Neos CMS and Flow Meetup

Die Entwicklung von Neos CMS wurde in der TYPO3 Community gestartet und hat sich 2015 zu einem eigenständigen Produkt/Community entwickelt. In Österreich hat David Spiola eine Meetup-Gruppe initiiert und mittlerweile über 150 Interessierte versammelt. „Wie wir in Zukunft Inhalte konsumieren“, so seine Überzeugung, „wird sich durch AI grundlegend ändern. Das Neos CMS bietet alle Möglichkeiten, damit umzugehen und neue Wege der Content-Erstellung zu ermöglichen.“ Bisherige Community-Treffen fanden in Wien und in Linz statt.

Python User Group Austria 

Für Fans der Programmiersprache Python gibt es ein monatliches Meetup in Wien, außerdem gibt es eine weitere User Group in Graz und ein Meetup in Innsbruck. Neuigkeiten und Event-Informationen werden von den Organisatoren in zwei Mailing-Listen zur Verfügung gestellt. Christoph Schindler von der Python User Group Austria lädt User aller Erfahrungsstufen ein: „Die Treffen finden uns einmal im Monat. Wobei wir Vorträge, Diskussionen und Coding Dojos mixen.“

Symfony Austria

Symfony ist ein PHP-basiertes Webframework, das in zahlreichen anderen Open Source Initiativen zur Anwendung kommt. Der Usergruppe Symfony Austria veranstaltet immer wieder Meetups. Am besten einfach auf symfony-austria.org am neuesten Stand bleiben.

TYPO3 Usergroup Austria 

Wer sich für das Content Management System TYPO3 interessiert, findet hier die Anlaufstelle. Man trifft sich in Wien und in Linz immer am 1. Dienstag eines Monats, um gemütlich zusammen zu sitzen und einem der 2-4 Vorträge à 15 Minuten zu lauschen. Anfänger sind genauso willkommen wie Experten, die zugehörige Meetup-Community zählt mittlerweile über 250 Mitglieder. Außerdem gibt es eine Facebook Gruppe und die Möglichkeit, auf Slack miteinander zu chatten.

Viennajs – Vienna Javascript User Group 

Hier organisieren sich über 2.000 Javascript-Liebhaber aus Österreich. Damit ist es einer der größeren Gruppen in Österreich. Es gibt monatliche Meetups, die gut besucht sind. Auf der Website kann man sich auch für Präsentationen bei den Meetups anmelden.

Vienna PHP Community 

Rund um die Scriptsprache ist auch in Wien eine Community entstanden. Die über 1.000 Mitglieder treffen sich regelmäßig in Wien zum gemeinsamen Austausch. Experten können sich auch über das Formular als Sprecher anmelden. Auf Meetup findet man alle relevanten Informationen zu den Treffen und den Link zum Formular. 

WordPress Vienna Meetup

Das Content Management System WordPress das weltweit größte seiner Art. Die Wordpress-Community in Österreich zählt mittlerweile über 1.200 Mitglieder. Eine bunte Gruppe aus Bloggern, Designer, Entwicklern, Autoren und Unternehmern treffen sich bei den Meetups und dem jährlich stattfindenden WordCamp.  Auf meetup.com und auf der Webseite wpvienna.com findet man alle Informationen. Weitere Kontaktpunkte sind Facebook und die Slack-Gruppe oder man schaut persönlich bei den Meetups vorbei.

2. Open Knowledge

„Freies Wissen“, das meint in diesem Kontext vor allem die freie Verfügbarkeit von Inhalten und Daten („open content“ und „open data“) und das Recht, diese zu bearbeiten, ergänzen oder zu entfernen. Der Grundgedanke lässt sich bis auf einen der ersten jemals geschriebenen Texte zurückverfolgen, einen Holztafeldruck des buddhistischen Diamant-Sutra aus dem Jahr 868, der bereits „free distribution“ einforderte. Rund 1150 Jahre später ist das bekannteste Open Knowledge-Projekt Wikipedia. Heute ist Open Knowledge eine riesige Bewegung mit Initiativen aller Größenordnung:

Creative Commons (CC) Austria & Fairkom

Creative Commons ist eine internationale Organisation, die mit einfachen Lizenzverträgen Nutzungsrechte an einem Werk ermöglichen. Creative Commons (CC) Partner in Österreich ist die fairkom Gesellschaft.

Data.gv.at – offene Daten Österreichs

Die Initiative hat im Sinne der nationalen und internationalen Sichtbarkeit und Transparenz data.gv.at als zentralen „Österreich“-Katalog für Metadaten der österreichischen Verwaltung etabliert. Dabei werden „Open Government Daten“ (OGD) aus Österreich zugänglich gemacht. Seit der Gründung 2011 kooperieren Bund, Länder, Städte und Gemeinden und stellen über dta.gv.at derzeit mehr als 20.000 Datensätze zur Verfügung. Darüber hinaus ist data.gv.at ein Partner der Europäischen Initiative für Open Government Data und des European Data Portals der Europäischen Union.

Offener Haushalt

Das KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung sammelt und veröffentlicht Daten zu den Finanzen österreichischer Gemeinden. Die Bürgermeister selbst haben die Möglichkeit, die Daten im Sinne der Transparenz für alle freizuschalten und einen groben Überblick über den Gemeindehaushalt zu geben. Einfach mal auf diese Seite schauen und die eigene Gemeinde checken ;) Das Projekt data.offenerhaushalt.at wurde übrigens im Jahr 2015 von netidee gefördert.

Offene Öffis

Offene Öffis ist eine Initiative von Patrick Wolowicz, Entwickler der App Wave und Robert Harm. Ziel ist eine Ausweitung der offenen Daten im Bezug auf öffentliche Verkehrsmittel in Österreich.

Open Data Portal

Das Open Data Portal ist ein Projekt von Wikimedia Österreich und Partner der Open Knowledge Foundation (OKFN). Die Plattform möchte all jenen Akteuren aus Wirtschaft, Kultur und Forschung eine Infrastruktur bieten, die ihre Daten frei zur Verfügung stellen wollen. Mittlerweile sind über 400 Datensätze von Kammern, Unternehmen und Organisationen abrufbar. 

Open Government 

Das Service der Stadt Wien setzt sich für eine offene und transparente Stadt ein und publiziert unter anderem freie Daten aus den Bereichen Bevölkerung, Umwelt und Verkehr. Außerdem werden Open Data bei verschiedenen Veranstaltungen sichtbar gemacht, unter anderem beim jährlichen „Open Data Day“. Engagieren kann man sich am einfachsten über die Partizipationsplattform der Stadt Wien, zum Beispiel mit Ideen.

Open Government Data Graz

Im Rahmen der österreichischen Open Government-Initiative propagiert auch die Grazer Stabstelle die Offenlegung von Verwaltungsdaten für den privaten, oder wirtschaftlichen Gebrauch. Darüber hinaus hat auch die Landesvertretung Steiermark eine eigene Landing Page zu diesem Zweck eingerichtet.

Open Knowledge Österreich

Open Knowledge Österreich ist Teil der Open Knowledge Foundation (OK) und fördert Communities und Projekte, die sich der Verbreitung und Nutzung von freiem Wissen verschrieben haben. Dabei setzt die OK Österreich ihren Schwerpunkt vor allem auf die Öffnung der Wissenschaft und von Daten aus Politik und Verwaltung. Zu den Projekten gehört auch die Community für offene Wahlen. „Wir setzen uns für eine Wahlrechtsreform ein und fordern mehr Transparenz und Teilhabe rund um Wahlen“, so Vorstand Stefan Kasberger. Wer am Laufenden bleiben möchte, meldet sich am besten gleich auf der Website zum Newsletter an.

Open Street Map Austria

Die 2004 in Großbritannien gegründete OpenStreetMap versteht sich als ein "Wikipedia in Kartenform". Das Projekt ermöglicht es Benutzern, sogenannten "Mappern", selbst eine Karte der gesamten Welt zu vervollständigen oder zu korrigieren. Diese Datenbank mit Einträgen von bereits fast 5 Milionen freiwilligen Helfern steht für zahlreiche Anwendungen wie Routenplanern, Wanderkarten oder Adresssuchen kostenfrei zur Verfügung. Es gilt lediglich die Bedingungen der sogenannten OpenDatabaseLicense einzuhalten, unter welcher die OpenStreetMap Daten freigegeben werden. Weltweilt verteilt, so auch in Österreich, finden Stammtische statt, bei denen sich Mapper treffen um sich auszutauschen. Die besten Kontaktpunkte zu Open Street Map Austria sind die Mailingliste und das Forum. Auch bei dem neuen regelmäßigem Treffen für Geo-Geeks namens "Vienna Geo Meetups" spielt die OpenStreetMap eine wichtige Rolle.

Open 3

Das Interessengebiet des Vereins umfasst die drei Dimensionen Open Society, Open Government und Open Data. Seit der Gründung im Jahre 2010 möchte Open 3 als gemeinnütziges Netzwerk technische, politikwissenschaftliche und sozio-technische Ansätze liefern, die der Kollaboration dienen sollen. Projekte wie offene-oeffis.at, DataMaps.eu, oder die „Toilet Map Vienna“ gehen auf die Non-Profit-Organisation zurück.

Privacy Week & Chaos Computer Club Wien

Die Privacy Week ist eine Initiative des Chaos Computer Clubs Wien (C3W). Die Initiative befasst sich nicht direkt mit Open Source, sondern mit Informationsfreiheit. Nachdem die beiden Themen aber so eng miteinander verbunden sind, möchten wir hier auch diese Initiative erwähnen. Am besten über die Website am Laufenden bleiben.

Wikimedia Österreich

Der gemeinnützige Verein Wikimedia Österreich unterstützt die Menschen hinter der Wikipedia und ihrer Schwesterprojekte durch Infrastruktur, Projekte und Technik und fördert die Idee des Freien Wissens auch jenseits der Enzyklopädie: Wir überzeugen Museen, Wissenschafts- und Kulturinstitutionen davon, ihre Inhalte freizugeben, sodass diese für alle nutzbar sind. Wir fordern gesetzliche Rahmenbedingungen dafür, dass Projekte wie Wikipedia auch in Zukunft entstehen können. "Denn Zugang zu faktenbasiertem Wissen ist heute wichtiger denn je", so Geschäftsführerin Claudia Garád.

3. Open Hardware 

Offene Baupläne: Das macht die freie Hardware aus. Das Objekt selbst kann dabei alles sein, von Stühlen, über Autos, bis hin zu Häusern, um nur einige Beispiele zu nennen. Die DIY-freundliche Idee erlebt vor allem seit den 2000ern einen Aufschwung, nicht zuletzt Dank des 3D-Drucks und dem Erfolg von Arduino, oder anderen Physical-Computing-Plattformen.

IoT Austria

Der gemeinnützige Verein hat sich ganz dem Internet of Things verschrieben. Dabei sieht IoT Austria Open Source als zentralen Eckpfeiler, weshalb wir die Initiative auch hier vorstellen möchten. Sogenannte „Topic Teams“ widmen sich einzelnen Unterthemen wie beispielsweise Blockchain, oder Security. Über aktuelle Events, Meetups, oder Workshops informiert ein Newsletter, oder man schaut auf Twitter vorbei. 

4. Fördereinrichtungen für Open Source

Trotz der zunehmenden Relevanz der Open Source Bewegung über die letzten Jahrzehnte, trotz der Innovationskraft und trotz der tiefgreifenden gesellschaftspolitischen Implikationen sucht man in Lehrplänen zum Beispiel von HTLs nach wie vor vergebens nach Inhalten, die sich mit dem Thema Open Source auseinandersetzen.  Auch wenn im Lehrplan Open Source noch nicht mit einbezogen wird, gibt es einige Initiativen, die es sich zum Ziel gesetzt hat Open Source Projekte weiterzuentwickeln und den Open Source Gedanken zu fördern.

netidee

Wir sind die größte Open Source-Förderaktion Österreichs. Finanziert von der Internet Privatstiftung Austria (IPA) setzen wir uns für die innovative Weiterentwicklung des Internets zur Unterstützung einer positiven gesellschaftlichen Entwicklung ein. Seit 2006 wurden von uns für 250 Projekte insgesamt über 7,5 Mio. Euro bereitgestellt.  Wir sind stolz darauf mit zahlreichen der genannten Initiativen zusammenzuarbeiten. Aktuelle Informationen zu Ausschreibungen finden sich auf unserer Webseite oder in unserem Newsletter. Unser Tipp: Unter dem Menüpunkt Entdecken mehr über die 250 geförderten Projekte erfahren. 

Open Minds Award

Der Open Source Award für Österreich prämiert seit 2017 Projekte aus den Bereichen Open Data, Open Talent, Open Content Management, Open Hardware und Open Software. Ziel des Awards ist es die vielen Freiwilligen, die die Open Source Projekte erst ermöglichen, vor den Vorhang zu holen. Am besten über der Website am Laufenden bleiben.

Open Source Experts-Group (OSEG) 

Im Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie der Wirtschaftskammer gibt es auch eine Expertengruppe für das Thema Open Source. Nicht nur wer plant, ein Unternehmen zu gründen, dass sich dem Thema der „freien Quellen“ verschreibt, findet hier den richtigen Ansprechpartner. 

OSSBIG Austria

Die Open Source Software Business Innovation Group hat sich zum Ziel gesetzt, das Open Source besser in der Wirtschaft und der Verwaltung zu verankern. 

Wir hoffen, dass wir euch einen guten Überblick über die österreichischen Open Source Initiativen geben konnten. Wir hoffen auch, dass vielleicht die eine oder andere Initiative euer Interesse geweckt und dass ihr Teil der Open Source Community bleibt oder werdet. Denn die Community macht den Unterschied. 

PS. Fehlt eine Initiative? Schreibt uns einfach eine Mail an info@netidee.at

Den gesamten Guide gibt es als PDF zum Download hier.

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27.11.2018
Von R (Open Source / Statistik) sollte es auch etwas geben: https://www.meetup.com/ViennaR/ Ich war aber bisher nicht dabei, kann also nicht mehr dazu sagen. Die Sprache R ist jedenfalls genial.