Förderjahr 2025 / Projekt Call #20 / ProjektID: 7840 / Projekt: Digi:Heldinnen
Unsere Digi:heldinnen bringen ihr gelerntes Wissen mit ihren individuellen Praxisprojekten – von Cybersecurity bis E-Government - direkt zu den Menschen.
Der mutige Schritt in die digitale Umsetzung
Nach intensiven Wochen des gemeinsamen Lernens, Diskutierens und Ausprobierens in unseren virtuellen Modulen ist es im Sommer 2026 endlich so weit: Die Theorie wird lebendige Praxis. Unsere angehenden Digi:Heldinnen wagen den Schritt in die Praxis. Die Bandbreite der Projekte, die nun in ganz Österreich umgesetzt werden, ist beeindruckend und zeigt, wie tiefgreifend das Verständnis für die Zielgruppe der älteren Generationen gewachsen ist. Jedes einzelne Vorhaben setzt genau dort an, wo die Hürden im Alltag am größten sind, um älteren Menschen Sicherheit und Selbstbestimmung im digitalen Raum zu schenken.
Cybersicherheit: „Von Oma1 zu unknackbar“
Ein absolut zentraler Schwerpunkt vieler Projekte liegt auf dem sensiblen Thema der Sicherheit im Netz. Unter kreativen Titeln wie „Sicherheit, Passwörter, Passwort-manager (von Oma1 zu unknackbar)“ brechen die Teilnehmerinnen komplexe Sicherheitskonzepte auf leicht verständliche Schritte herunter. Ob es um die grundlegende Sicherheit von iOS-Smartphones geht oder um den Schutz persönlicher Daten beim Online-Banking für die eigene Mutter – das Ziel bleibt gleich. Die Seniorinnen und Senioren lernen in geschützten Räumen, wie sie sich vor Betrugsmaschen schützen und ihre Geräte souverän sowie angstfrei verwalten können.
E-Government und Gesundheit fest im Blick
Ein weiterer großer Block der Praxisprojekte widmet sich der digitalen staatlichen Infrastruktur und dem Gesundheitssystem, die im Alltag oft eine enorme Barriere darstellen. Mehrere Digi:heldinnen bieten gezielte Einzelcoachings an, die sich dem konkreten Handling der ID Austria, der App ÖGK sowie der elektronischen Gesundheitsakte ELGA widmen. Auch die digitale Unterstützung bei der Unterzeichnung von Volksbegehren wird aktiv vermittelt. Durch diese enge, persönliche Begleitung verlieren bürokratische Online-Prozesse ihren Schrecken und ermöglichen den älteren Menschen eine gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe.
Kommunikation im Alltag: WhatsApp, Zoom und Co.
Die soziale Vernetzung im Alter zu stärken, ist ein Herzensanliegen des gesamten Lehrgangs. Deshalb spielen Projekte rund um die gängigen Kommunikationsmedien eine tragende Rolle auf der Agenda. Die Teilnehmerinnen organisieren praxisnahe Coachings für Messenger wie WhatsApp, Signal und MS Teams. Auch die Einführung in Videokonferenztools wie Zoom steht auf dem Programm. Diese Schulungen, die häufig als perfekt abgestimmte Einzelcoachings stattfinden, helfen älteren Menschen dabei, unkompliziert mit ihren Familien, Enkelkindern und Bekannten in Kontakt zu bleiben und sozialer Isolation aktiv entgegenzuwirken.
Kreativität und Freizeitgestaltung mit dem Smartphone
Dass die digitale Welt nicht nur aus Pflichten und Sicherheit besteht, zeigen die Projekte zur kreativen Freizeitgestaltung. Das Smartphone wird hier zum Werkzeug für neue Hobbys und Lebensfreude. In speziellen Workshops zum Thema „Fotografieren mit dem Handy“ lernen die Teilnehmenden, wie sie Erinnerungen perfekt festhalten können. Ein weiteres spannendes Projekt verknüpft Natur und Technik: Die Nutzung der App Komoot zur Detailplanung von Radtouren, kombiniert mit dem anschließenden Erstellen digitaler Urlaubsstorys, bringt Bewegung und digitale Kompetenz auf spielerische Weise zusammen.
Regionale Initiativen und innovative Pilotworkshops
Die geografische und thematische Vielfalt der Projekte spiegelt sich auch in regionalen und hochspezialisierten Formaten wider. So setzt eine Teilnehmerin das Projekt „Digital Fit für Frauen in Gmunden“ um, um gezielt Frauen in der Region lokal zu stärken. Ein weiteres zukunftsorientiertes Projekt widmet sich der KI-Nutzung durch Senior:innen und entwickelt dafür einen innovativen Workshop-Piloten für die renommierte C3-Bibliothek für Entwicklungspolitik. Diese Projekte zeigen eindrucksvoll, dass digitale Bildung im Alter auch Raum für modernste Zukunftstechnologien und spezifische Bildungsräume bietet.
Gemeinschaft und Ausblick auf das Finale
Die Umsetzung der Projekte läuft auf Hochtouren – getragen von einem großartigen Gemeinschaftsgefühl. Wir blicken voller Stolz auf diese Meilensteine unserer Digi:heldinnen. Wir freuen uns schon darauf, bald die finalen Erfolgsgeschichten aus ganz Österreich zu teilen!
Edith Simöl
In meiner Rolle als Leiterin der Servicestelle und zertifizierte Erwachsenenbildnerin liegt mein Fokus darauf, innovative Projekte zu entwickeln, ansprechende Inhalte zu gestalten und durch Vorträge, Workshops und Forschungsprojekte einen Beitrag zur digitalen Inklusion älterer Menschen zu leisten.