Hand tippt auf Smartphone-Bildschirm mit Registrierungsformular und Kalender zur Auswahl des Geburtstagsdatums. Unten links blendet ein Fernsehsender das Logo »ZIB« sowie die Textzeile »Bericht: M. HANDL / A. SEEBER« ein. Oben rechts befindet sich das Senderlogo »ORF 2 HD«.
DSA-Monitor in ORF und Ö1
Unser erstes Dossier zu Kinder- und Jugendschutz nach dem DSA wurde in der ZIB Mittag und im Ö1-Mittagsjournal aufgegriffen. (30.06.2026)
Förderjahr 2025 / Projekt Call #20 / ProjektID: 7730 / Projekt: DSA-Monitor

Vor Kurzem haben wir auf diesem Blog ein erstes Ergebnis von DSA-Monitor vorgestellt: das Assessment „Private by Default, Protected by Design?“. Das Dossier hat nun unerwartet schnell mediale Aufmerksamkeit erhalten. Der ORF hat die Analyse aufgegriffen und sowohl in der „Zeit im Bild“ um 13:00 Uhr als auch im Ö1-Mittagsjournal darüber berichtet. Das zeigt, welche gesellschaftliche Relevanz auf den ersten Blick technisch oder regulatorisch wirkende Recherchen haben können.

Hinter der vergleichenden Bewertung, wie Social-Media Plattformen die Kinder- und Jugendschutz-Vorgaben nach Artikel 28(4) DSA umsetzen, steht die Frage: "Wie sollten soziale Netzwerke aufgebaut sein, um Jugendliche besser zu schützen?"

Diese Frage betrifft Eltern, die wissen wollen, womit ihre Kinder sich täglich auseinandersetzen. Sie betrifft Pädagog:innen, die mit den Folgen von Plattformdesign im Alltag umgehen. Und sie betrifft die Jugendlichen selbst, deren Schutz oft davon abhängt, ob eine Einstellung mühsam gesucht und manuell angepasst werden muss – oder ob sie von Anfang an greift.

DSA-Monitor macht bekannte, aber schwer greifbare Fragen der Plattformregulierung durch evidenzbasierte Analysen sichtbar. Damit werden Grundlagen geschaffen, auf die Behörden, zivilgesellschaftliche Akteur und die öffentliche Debatte aufbauen können. Die mediale Aufmerksamkeit für unser erstes Dossier zeigt, dass dieser Ansatz auch über die Eben der Aufsicht hinaus relevant ist: Sie macht sichtbar, wie stark Standardeinstellungen, Registrierungsprozesse und Interface-Design den digitalen Alltag von Jugendlichen mitgestalten.

Die Kernergebnisse zur Erinnerung: Während „private by default" auf allen vier untersuchten Plattformen konsequent umgesetzt ist, bleibt die Altersprüfung in der Regel auf eine einfache Selbstauskunft beschränkt. Zudem werden Informationen zu Schutzfunktionen, Risiken und Datennutzung häufig nicht umfassend, zugänglich und altersgerecht bereitgestellt. Engagement-fördernde Funktionen wie Autoplay, Streaks oder sichtbare Like-Zahlen sind größtenteils aktiv – obwohl die Leitlinien empfehlen, solche Mechanismen bei Minderjährigen nicht als Standard zu setzen.

Den ZIB-Beitrag können Sie hier nachschauen: https://on.orf.at/video/14328150/16109362/instagram-und-co-zu-wenig-jugendschutz Den Beitrag im Ö1-Mittagsjournal können Sie hier nachhören: https://apis.observer.at/rtv/media/12377/0aff79b658

Tags:

Digital Service Act Kinder- und Jugendschutz
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