Förderjahr 2025 / Projekt Call #20 / ProjektID: 7905 / Projekt: DroneLink
DroneLink verfolgt das Ziel, eine breitbandige Datenverbindung über große Distanzen aufzubauen, unabhängig von bestehender Infrastruktur, Mobilfunknetzen oder teuren Speziallösungen. Gerade in Krisensituationen, bei Netzausfällen, in abgelegenen Gebieten oder für Forschungsprojekte mit autonomen Drohnen kann eine solche Verbindung entscheidend sein. Das System setzt dabei auf Drohnen, die Sichtverbindungen herstellen und über gerichtete Funkstrecken Daten übertragen.
Der erste Prototyp ist im Aufbau
Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Wir haben den ersten DroneLink-Prototyp digital entworfen und bereits mit dem Bau begonnen. Damit verlassen wir die reine Konzeptphase und können nun die einzelnen Hardware- und Softwarekomponenten praktisch zusammenführen.
Besonders wichtig ist dabei der modulare Aufbau. DroneLink soll nicht nur als einzelnes System funktionieren, sondern langfristig offen dokumentiert, nachvollziehbar und nachbaubar sein. Genau dieser Ansatz war von Anfang an ein zentraler Bestandteil des Projekts: Eine offene Lösung, die sich in bestehende Drohnen- und Kommunikationssysteme integrieren lässt und für Forschung, Bildung und Einsatzorganisationen frei nutzbar ist.
MAVLink über ELRS als Drohnensteuerung
Die Verbindung zwischen Bodenstation und Drohne funktioniert inzwischen. Dafür nutzen wir MAVLink über ELRS. Dieser Schritt ist für das Projekt besonders relevant, weil MAVLink die Schnittstelle zum Flight Controller bildet. Darüber können Statusdaten ausgetauscht, Positionen verarbeitet und später autonome Abläufe koordiniert werden. Die erfolgreiche Kommunikation zwischen Bodenstation und Drohne ist damit eine wichtige Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte.
Zweite Drohne: 3D-Design in Arbeit
Parallel zum ersten Prototyp schreitet auch das 3D-Design der zweiten Drohne voran. Die zweite Plattform ist wichtig, um DroneLink nicht nur als Einzelaufbau, sondern als echtes Punkt-zu-Punkt-Kommunikationssystem testen zu können. Sobald das Design weiter fortgeschritten ist, werden wir dazu auch Bildmaterial teilen. Besonders spannend wird dabei, wie sich die Anforderungen an Antennen, Stromversorgung, Flugstabilität und mechanische Integration im finalen Aufbau widerspiegeln.
Open Hardware
Im Sinne von Open Hardware haben wir uns außerdem entschieden, nicht nur Software und Dokumentation offen zugänglich zu machen, sondern auch die CAD-Modelle und Hardware-Spezifikationen zu veröffentlichen. Damit wollen wir DroneLink langfristig besser nachvollziehbar und reproduzierbar machen. Andere Entwickler, Forschungseinrichtungen, Bildungsträger oder "Maker" sollen nicht nur den Code verwenden können, sondern auch verstehen, wie die Hardware aufgebaut ist, welche Komponenten genutzt werden und wie das System erweitert oder angepasst werden kann. Dieser Schritt ergänzt unsere Open-Source-Strategie: Bereits im Projektantrag war vorgesehen, DroneLink unter freier Lizenz zu veröffentlichen und mit Dokumentation, Tutorials und Beispielkonfigurationen eine aktive Nachnutzung zu ermöglichen.
Was als Nächstes kommt
Als Nächstes konzentrieren wir uns darauf, den ersten Prototyp fertig aufzubauen und die einzelnen Komponenten weiter zu integrieren. Danach stehen weitere zentrale Softwareteile im Fokus. Der Link Planner soll dabei helfen, geeignete Drohnenpositionen für stabile Richtfunkverbindungen zu berechnen. Dazu werden unter anderem Sichtlinien, Höheninformationen und mögliche Hindernisse berücksichtigt. Dieser Arbeitsschwerpunkt ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtsystems, weil die Qualität der Verbindung stark von der Positionierung der Drohne abhängt.