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Die Vergabe-Daten nach den ersten 3 Monaten
Knapp 6,000 Aufträge mit einem Wert von rund 3,5 Milliarden. (25.08.2019)
Förderjahr 2018 / Project Call #13 / ProjektID: 4012 / Projekt: Offene Vergaben

Etwas mehr als 5.900 staatliche Auftragsvergaben haben unsere Scraper zwischen Anfang März und 25. August erfasst.

Ihr Gesamtwert beträgt rund 3,45 Milliarden Euro.

Das ist unsere beste Schätzung. Denn es gibt zumindest drei Aufträge, bei denen wir Grund zur Vermutung haben, dass sich in den offenen Daten, die wir aufbereiten, Tippfehler eingeschlichen haben könnten und Aufträge dadurch als deutlich teurer gelistet sind, als sie es wirklich waren. Andererseits gibt es dutzende Aufträge, bei denen ein Wert von 1 Euro oder weniger angegeben wird – weshalb dies der Fall ist (nur Aufträge über 50.000 Euro müssen veröffentlicht werden), das werden wir noch recherchieren.

Die Daten sind also leider mit mehr Vorsicht zu geniessen, als uns lieb wäre.

Die wichtigsten Lieferanten

Unter den vom Volumen her größten Lieferanten der öffentlichen Hand im von den Daten abgedeckten Zeitraum finden sich ein Hersteller von Eisenbahnwagonen (Platz 1), vor einem Autohändler und einem Baukonsortium. Überhaupt finden sich zahlreiche Baufirmen und -Konsortien unter den Top 25. 

Die größten Auftragnehmer

 

Wie viele Unternehmen bieten mit?

Wieviele Angebote gehen bei einer Ausschreibung ein oder werden eingeholt, wenn es keine Ausschreibung gibt. Grundsätzlich kann man davon ausgehen: je mehr Angebote und je mehr Wettbewerb, desto besser für die öffentliche Hand. Ein starker Wettbewerb für Staatsaufträge führt in der Regel dazu, dass sich das Preis-Leistungsverhältnis für die öffentliche Hand verbessert. 

Bei rund 40% aller Aufträge gibt es laut unseren Daten nur ein einziges Angebot. In 14% der Fälle gibt es zwei, in weiteren 14% der Fälle drei Angebote. 

Die durchschnittliche Anzahl von Angeboten liegt bei rund 2,7; im Mittel gibt es 2 Angebote.

Den meisten Wettbewerb gab es bislang in zwei Fällen, in denen es 32 Angebote gab.

Bei knapp 9% aller Aufträge fanden wir im Datensatz keine Angabe zur Anzahl der Angebote.

Anzahl der Bieter

Die Aussagekraft der Daten leidet jedoch ein wenig darunter, dass auch Abrufe aus Rahmenverträgen beinhaltet sind. Bei einem Rahmenvertrag bietet ein Unternehmen etwa Kleinlastwagen zu einem bestimmten Preis für einen Zeitraum von mehreren Jahren an, und wenn immer eine öffentliche Stelle solche Kleinlastwagen braucht, kann es sie aus diesem Rahmenvertrag abrufen. Dann scheint dieser Auftrag als einer mit nur einem Angebot auf, obwohl es vielleicht mehrere Bieter bei der Ausschreibung des Rahmenvertrags gab. 

Was kauft die öffentliche Hand?

9455 8-stellige CPV-Codes gibt es. CPV steht für Common Procurement Vocabulary. Ein solcher Code beschreibt eine Ware oder Leistung, um die es in einem Auftrag geht. Die Codes ermöglichen auch, eine Leistung grob einzuordnen, oder mit einem höheren Detailgrad zu beschreiben. 

Viele der am meisten beschafften Leistungen und Güter drehen sich um den Baubereich: Bauarbeiten, Bauleistungen im Hochbau und Leistungen von Architektur- und Ingenieursbüros waren die am meisten gekauften Leistungen, gefolgt von IT Diensten, Straßenbauarbeiten und Bauaufsicht. 

Die am meisten beschafften Leistungen

In der nächsten Analyse schauen wir uns etwa an, was die größten Einzelaufträge waren, und wer die größten Auftraggeber der öffentlichen Hand sind. 

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